FIHUSPA spielen in der Champions League der Blasmusik

von | Oktober 26, 2018 | Artikel | 0 Kommentare

Die Ostschweizer Blaskapelle FIHUSPA wird die Schweiz am Grand Prix der Blasmusik am 11. November in Kempten vertreten. Der internationale Wettbewerb, an dem neben der Schweiz auch Deutschland, Österreich und das Südtirol teilnehmen, gilt als Champions League der Blasmusik. 

Inspiriert von böhmischen Klängen, fröhlicher Stimmung und etwas mehr als einem Glas Wein, sagten sich am Blasmusiktreffen in Bischofszell ein paar befreundete Hobbymusikanten: „Das können wir auch.“ Ihr Entschluss war gefasst, sie suchten nach Verstärkung und trafen sich im Mai 2013 zur ersten Musikprobe. Das war der Start der FIHUSPA, der 13 fidelen Humpa-Spatzen, die fünf Jahre später bereits als Stern am Blaskapellenhorizont leuchten und die Schweiz am internationalen Grand Prix der Blasmusik vertreten werden.

Musik für Herz und Gemüt

Allerdings mussten die Musikanten zwischen 21 und 47 Jahren feststellen, dass böhmisch-mährische Blasmusik nicht gar so einfach zu spielen ist, wie sie anfänglich gedacht haben. Mit Ausnahme von drei Berufsmusikern ist für die FIHUSPA die Musik das Hobby Nummer 1, neben Beruf und Familie. In den Vereinen, wo sie früher oder heute noch mitspielen, sind Märsche, Polkas und Walzer meist einfaches „Beigemüse“, ein notwendiges Muss im Repertoire, neben der modernen oder klassischen Konzert- und Wettbewerbsliteratur. „Wir wurden richtig überrascht, auf was es alles ankommt, damit der böhmisch-mährische Stil so richtig groovy tönt. Posaune, Tuba und Schlagzeug sind das Fundament, der Maschinenraum, da muss es richtig ab gehen. Die restlichen Bläser bauen darauf auf und bringen die Emotionen in die Musik“, erklärt Peter Keller, Präsident der Blaskapelle begeistert und ist überzeugt: „Böhmische Musik ist was fürs Herz. Sie reisst mit und begeistert.“

Auf dem Pfad der Original Egerländer Musikanten

„Der sucht noch“, stellt Frank Tröster, musikalischer Leiter der FIHUSPA und Flügelhornist bei „Ernst Hutter & Die Egerländer Musikanten –das Original“ nachdem die Trompete beim Trio zu spät einsetzte. „Nochmals ab Takt 37. Mehr Dynamik, nicht gebunden.“ Was für den Laien bereits perfekt klingt, ist für den Profi noch lange nicht genug. Schon gar nicht, wenn man die anspruchsvolle Jury an einen internationalen Wettbewerb überzeugen will. „Sie spielen gut, doch ich weiss, da ist noch mehr drin. Diese Jungs haben noch viel mehr Potenzial.“ Es muss was dran sein, denn der Egerländer Musikant aus Karlsruhe, der auch schon zu Ernst Moschs Zeiten in der weltberühmten Blaskapelle mitspielte, nimmt seit zwei Jahren Zeit und Weg auf sich, die talentierten Musikanten weiterzubringen. „Es macht tierisch Spass mit ihnen, da lohnt sich dieser Aufwand.“ Wie Hochleistungssportler wird der musikalische Coach seine Jungs in den nächsten Wochen trimmen und so auf das grosse Highlight am 11. November in Kempten fitmachen. Neben der Leidenschaft zur Musik, sind es auch die Preise, die den jungen Musikanten als Ansporn dienen: Dem Gewinner des Grand Prix, der als Champions League der Blasmusik gilt, winkt neben der Siegestrophäe, Auftritte am Egerländer Open Air, beim „Woodstock der Blasmusik“, eine professionelle CD-Aufnahme und einiges mehr.

Ehre und Trophäen für die Siegerkapelle

Die fidelen Humpa-Spatzen wollen die Champions League gewinnen! „Wir sind Neulinge in der Szene. Wir können nichts verlieren, nur gewinnen. Also, wie beim Poker, alles auf eine Karte setzen. Noch besser, noch „groovyger“ soll es klingen“, sagt Peter Keller. Der Posaunist und seine Kameraden hoffen natürlich auf die Unterstützung ihrer Fans, dass viele in den Zuschauerreihen sitzen und ihnen den Daumen drücken. Dafür soll es ein musikalisches Feuerwerk von der Schweizer Blaskapelle geben. „Der Funke muss hinüberspringen. Die Zuhörer sollten nicht mehr ruhig sitzen können“, verspricht Peter Keller. Bei der Vorausscheidung in Kaltbrunn im vergangenen Mai, gaben die fidelen Humpa-Spatzen bereits eine Kostprobe ab, mit der sie nicht nur Bob Ross und den legendären Ernst Hutter überzeugten, sondern auch den Schweizer Vollblutmusiker Pepe Lienhard: „Die FIHUSPA haben mich total überrascht. Die originelle und moderne Formation macht Musik von höchster Qualität. Es sind super Musiker, jeder einzelne ein Solist. Sie haben eine echte Chance, den Grand Prix Final zu gewinnen.“

Dass sie hart im Nehmen und nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen sind, bewiesen die jungen Musikanten bereits an der Vorentscheidung in Kaltbrunn. Bevor sie ihr Talent auf der Bühne unter Beweis stellen konnten, mussten sie einige Pannen meistern. Mit Bravour, wie sich gezeigt hatte. „Vielleicht brauchte es das, damit wir uns auf unser Ziel konzentrieren konnten.“ Auf ein musikalisches Feuerwerk dürfen sich die Fans freuen, wenn die FIHUSPA am 11. November in der BigBox Allgäu in Kempten mit dem Ziel zu gewinnen auf die Bühne gehen. Tickets gibt es unter www.fihuspa.ch

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