Es war einmal…

von | August 29, 2018 | Artikel | 0 Kommentare

Es war einmal ein Schloss in Hagenwil. In diesem schönen Schloss aber lebten kein König und keine Königin. Auch eine Prinzessin und ein Prinz, der eine Braut sucht, gab es dort nicht. Dafür lebte in diesem romantischen Wasserschloss die gütige Märlitante Dorothe. Zufälligerweise hat es auch eine vergessliche, namenlose Geiss, mit einem ganz schlechten Gewissen, auf dieses Schloss verschlagen. Die Geiss, die von der Märlitante den Namen Määh bekommt, trägt eine grosse Schuld: Wegen ihrer Lüge hat der arme Schneider seine drei Sohne aus dem Haus gejagt. Doch weil im Märchen und auf Schloss Hagenwil alles möglich ist, waren am Sonntagnachmittag alle Kinder- und Erwachsenenaugen gespannt auf die Bühne im Schlosshof gerichtet: Die Inszenierung des Märchens „Tischlein deck dich!“ der Gebrüder Grimm soll das Geheimnis lüften, wie die Geschichte mit dem Schneider und seinen Söhnen Simon, Elias und Jakob aus geht.

Spannung und Spass für alle Märchenfans

Aus Nah und Fern eilten die kleinen und grossen Zuschauer nach Hagenwil zur Premiere des Kinderstücks. In Mehrfachrollen sorgen die Schauspieler Doris Haudenschild, Falk Döhler und Jan Opderbeck für Spannung, Spass und leicht verständliche Unterhaltung. Die Kombination von Schauspiel, Puppentheater und Gesangseinlagen kommt gut beim Publikum an. Ebenso die kindsgerechte Sprache und die Länge des Stücks. „Sie hat heute Geburtstag. Darum sind wir hier. Das ist ihr Geburtstagsgeschenk“, sagt Anastasia Risch aus Weingarten, während sich ihr vierjähriges Töchterchen etwas scheu und wahrscheinlich auch müde an den Vater schmiegt. Vorgängig hätten sie der Kleinen das Märchen „Tischlein deck dich“ einige Male erzählt, damit sie an der Aufführung die Handlung verstehe. Während sich die kleinen Kinder auf den Inhalt konzentrieren, schätzen die grösseren vor allem die humorvollen und tollpatschigen Einlagen der Charakterdarsteller. Wenn es irgendwann eine Altersgrenze gibt, wo es mit der „Bubenehre“ nicht mehr vertretbar ist, ein Kindertheater zu besuchen, spätestens als junge Väter ist dieser „Rufmord“, wieder vom Tisch.

Mit einem Holztisch der sich mit feinen Speisen selber deckt, einem alter Esel der Goldstücke aus seinem Hinterteil fallen lässt und einen Zaubersack mit einem Knüppel, werden die drei Brüder von ihren Lehrmeistern belohnt. Mit den Schätzen wollen sie ihrem Vater zu einem sorgenfreien Leben helfen. Vorher allerdings werden die gutmütigen Gesellen im Wirtshaus von der gierigen Wirtin und ihrem Knecht bestohlen und betrogen. Erst durch eine List wird alles gut und der Vater kann freudestrahlend seine drei Söhne wieder in die Arme schliessen. Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute…

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